Unsere Kernthemen

Die aktuellen Handlungsfelder werden stark von den jeweils herrschenden Rahmenbedingungen beeinflusst. Sie werden über direkte Befragung oder Workshops durch die Netzwerkpartner festgelegt und regelmäßig überprüft. Sachthemen werden bei Bedarf an Arbeitsgruppen innerhalb des Netzwerkes weitergegeben. Die Koordination der Arbeitsgruppen, Information und Kommunikation zwischen den Arbeitskreisen und innerhalb des Netzwerkes ist Aufgabe des Netzwerkmanagements.

Aktuelle Kernthemen

Infrastruktur

Im Vergleich zu vielen Regionen in Deutschland und Europa ist die Ems-Achse mit einer guten Infrastruktur ausgestattet. Dennoch gibt es einigen Handlungsbedarf, um diesen Standortvorteil nachhaltig zu sichern und auszubauen. Unter anderem:

  • Weiterentwicklung des Emder Hafens am Rysumer Nacken
  • Vertiefung der Außenems
  • Ausbau der Wasserstraßen (Dortmund-Ems Kanal u.a.)
  • Anpassung der Rahmenbedingungen (Schleusenzeiten, Kanalabgaben etc.) an internationale Standards
  • Ausbau des Straßennetzes "Küstenautobahn" A 22, E233, Zubringer zur A31
  • Erhaltung und Anpassung des Schienennetzes mit zweigleisigem Ausbau der Strecke Leer - Oldenburg

Infrastrukturprojekte können in der Regel nicht aus eigener Kraft bewältigt werden. Über die Ems-Achse und das Logistiknetzwerk Logistikachse Ems können sehr wohl die gemeinsamen Interessen der regionalen Logistikakteure mit einer Stimme gegenüber den Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung vertreten werden.

Mitarbeiterqualifikation

Der Mangel an qualifizierten Fachkräften ist ein branchenübergreifendes Problem vieler Unternehmen. Allein im Bereich des Fahrpersonals besteht heute schon ein eklatanter Mangel, der sich in den nächsten Jahren noch verstärken wird. Darüber hinaus werden die Anforderungen an Berufskraftfahrer und Unternehmen durch das Berufskraftfahrer Qualifikationsgesetz weiter steigen. Dies betrifft alle Berufskraftfahrer im Güterverkehr, die Fahrzeuge über 3,5 t Gesamtgewicht führen. Einerseits ein großer Beitrag für die Sicherheit auf den Straßen, andererseits eine große Herausforderung für alle Unternehmen, die sich mit Logistik beschäftigen.

Eine erste positive Wirkung der verstärkten Werbung für den qualifizierten Ausbildungsberuf Berufskraftfahrer und die engere Kooperation von Unternehmen, war die Einrichtung einer Berufsschulklasse in Emden im Jahre 2009. Durch Zusammenarbeit von Schule und ausbildenden Unternehmen können Berufsschüler seither in Emden an einem Blockunterricht teilnehmen, der speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Ausbildungszahlen seither sind stetig steigend.

Es finden sich zunehmend Unternehmen der Logistikachse Ems zu Ausbildungsverbünden zusammen. Dies ermöglicht z.B. eine vollständige Ausbildung auch den Unternehmen, die nicht alle Teilaspekte im eigenen Betrieb abdecken. Vereinbarte Qualitätskriterien innerhalb der Verbünde stellen sicher, dass die Ausbildung auf hohem Niveau gewährleistet ist.

Die Logistikachse Ems sucht die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, nimmt an Messen und Ausbildungsbörsen teil und wirbt, wie auch jeder einzelne Netzwerkpartner, in vielfacher Weise für Logistikberufe in der Region.

Als Teil dieser Initiativen ist auch die Ausbildungsbörse auf dieser Homepage entstanden.

Nachhaltigkeit in der Logistik

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Die Nachhaltigkeit, also die dauerhafte, umweltverträgliche und ressourcenschonende Erbringung logistischer Dienstleistungen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Verbesserung der Nachhaltigkeit logistischer Prozesse wird eine der großen Herausforderungen für die Logistikwirtschaft in der Zukunft. Nachhaltigkeit basiert auf drei Säulen: der Ökonomie, der Ökologie und der sozialen Verantwortung. Sie sind voneinander abhängig. Langfristig, dauerhaft, eben nachhaltig, ist keine ohne die anderen zwei denkbar.

Unter den Punkten Ökonomie und Ökologie zu behandelnde Themenfelder sind sehr vielschichtig. Hier aufgezählt daher nur einige Ansatzpunkte:

  • Bündeln von Transportvolumen
  • Just in Time, Just in Sequenz vs. Lagerhaltung u. Entschleunigung
  • Transportorganisation, Kombinierte Verkehre
  • Fuhrpark- und / oder gebäudebezogene Maßnahmen
  • Fördertechnik

Die dritte und bedeutendsten Säule der Nachhaltigkeit ist die soziale Verantwortung.

Ein wesentlicher Aspekt beim ganzheitlichen Ansatz einer nachhaltigen Unternehmensführung ist auch die Gesundheitsvorsorge für die Mitarbeiter. Dies bedeutet allerdings deutlich mehr als die Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften. Hiermit ist vielmehr gemeint, dass Unternehmen aktiv die Gesunderhaltung der Mitarbeiter fördern. Die bedingt eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung sowie dessen angemessene Lüftung und Klimatisierung. Weitere Maßnahmen können aber auch Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen, Angebote für vorbeugendes Gesundheitstraining oder eine Ernährungsberatung sein. Nachhaltig ist ebenfalls alles, was Fehler vermeidet. Jeder Fehler in den betrieblichen Abläufen führt zu zeitlichen Verzögerungen, Doppelarbeiten und häufig auch zusätzlichen Transporten. Somit kann ein aktives Qualitätsmanagement auch einen wesentlichen Baustein des betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagements darstellen.

Insbesondere in der Logistik wird aufgrund des demografischen Wandels einerseits und dem prognostizierten Wachstum des Güteraufkommens andererseits der Bedarf an qualifizierten Fachkräften auf allen Ebenen überlebenswichtig. Die Gesunderhaltung der Mitarbeiter auch in höherem Lebensalter ist ein wichtiger Baustein.

 
Download: Unsere Broschüre zum Thema Nachhaltigkeit

Logistik 4.0

Die Welt wird digital und wir sind ein Teil davon!
Industrie 4.0 ist eine neue Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette durch Orientierung am Produktlebenszyklus und den zunehmend individualisierten Kundenwünschen.

Basis: Verfügbarkeit aller relevanten Informationen in Echtzeit durch Vernetzung aller an der Wertschöpfung beteiligten Instanzen.

Fähigkeit: aus den Daten, den zu jedem Zeitpunkt optimalen Wertschöpfungsfluss abzuleiten.

(Quelle: Lenkungskreis der Plattform Industrie 4.0)

Logistik ist eine Querschnittsfunktion. Als solche leistet sie einen wesentlichen Beitrag zur Digitalisierung. Oder, anders gesagt: ohne digitalisierte Logistikprozesse werden sich die Ziele der Industrie 4.0 nicht erreichen lassen. Für die Logistik(er) - Chance und Herausforderung zugleich.

Technisch werden sich Logistiker mit

  • RFID, Smart Visibility und Lokalisierung
  • Smart Objects, Smart Products und Hybrid Products
  • Big Data und deren Analyse
  • Autonome Systeme (u.a. Autonomes Fahren, Transportsysteme)
  • Vertikale und horizontale Integration
  • Smart Factory

befassen.  

Intelligent, smart und digital ist sie also, die Zukunft der Logistik, in zunehmendem Maße bestimmt von Vernetzung und Integration logistischer Prozesse über Unternehmensgrenzen hinweg. Alle Einheiten der Supply Chain werden ganzheitlich betrachtet: vom Unternehmen und seinen Zulieferern über Herstellungspartner und Logistik- und Transportdienstleister bis zu den Händlern und Vertriebskanälen.

Fahrerlose Fahrzeuge auf den Straßen. Selbststeuernde Versorgungsfahrzeuge in Fabrik – und Lagerhallen. Waren, die sich am Montagepunkt anmelden. Datenbrillen zur Informationsübertragung am Montagepunkt. Warenbestände, die sich selber regulieren, automatisch abbuchen, Nachbestellungen und Produktionsaufträge im Lieferwerk auslösen. All das sind nur einige Beispiele für bereits heute eingeführte Teilprozesse. Eine Herausforderung liegt in ihrer (Ausbreitung und) Vernetzung. Und: die Entwicklung wird weitergehen, denn die Welt wird digital und wir sind ein Teil davon.

Kleine und mittelständische Unternehmen müssen ihren Weg finden und sich den Aufgaben stellen, die die zu erwartenden Kundenforderungen mit sich bringen.  

Und natürlich wird dies alles Auswirkungen auf die Arbeitswelt in der Logistik haben. Mitarbeiter sind schließlich Teil der Prozesse, in denen Güter nicht mehr nur physisch bewegt, sondern immer mehr Daten produziert und verarbeitet werden. Mitarbeiter müssen auf dem Weg der fortschreitenden Digitalisierung „mitgenommen“ werden und auf ihre sich wandelnden Aufgaben vorbereitet werden.